In der Hauptstadt Harare fand das erste Karate-1-Youth-League-Turnier Afrikas statt – und eine junge Kata-Athletin aus Sachsen-Anhalt sorgte dabei für eine herausragende Leistung.
Die Zahlen unterstreichen die Bedeutung dieses Turniers: Top-Athleten aus 37 Nationen reisten nach Simbabwe, um sich auf höchstem Niveau zu messen. Unter den acht deutschen Teilnehmern, die die weite Reise antraten, war auch Linnéa Aßmann vom Yamakawa Karate-Do Ballenstedt e.V., die am Donnerstag als erste deutsche Starterin in der Kategorie Junior Kata Female antrat.
Linnéa zeigte sich am Turniertag in starker Form. Mit Präzision, Schnelligkeit und einer beeindruckenden Ausstrahlung überzeugte sie die internationalen Kampfrichter in ihren Kämpfen.
In ihrer ersten Begegnung zeigte sie die Kata Papuren und setzte sich gegen die Lokalmatadorin aus Südafrika mit einem deutlichen 5:0 durch. Auch in Runde zwei trat sie gegen eine Athletin aus Botswana an. Nach einer starken Anan Dai belohnten die Kampfrichter sie eindeutig mit einer 5:0-Wertung.
Beim Einzug ins Finale untermauerte Linnéa Aßmann ihren Anspruch auf Edelmetall mit der anspruchsvollen Suparinpei und zog ebenfalls mit einem eindeutigen Sieg ins Finale ein.
Im großen Finale kam es zu einem Duell auf Augenhöhe gegen eine starke Karateathletin aus der Ukraine. Linnéa Aßmann zeigte mit der Kata Chibana no Kushanku eine technisch starke und dynamische Darbietung. In einer extrem knappen Entscheidung musste sie sich der Ukrainerin geschlagen geben, durfte sich aber unter dem Jubel der Zuschauer über die Silbermedaille freuen.
Dieser Erfolg ist weit mehr als „nur“ ein zweiter Platz: Linnéa ist damit die erste deutsche Karateka im Bereich Kata aus Sachsen-Anhalt, der es gelang, eine Medaille bei einer WKF Youth League zu gewinnen.



